2019-01-04

Jänner 2019

Die Ausläufer von MONA bringen viel Regen
2019-01-03 Es ist inzwischen 2019 und hier in SavuSavu tut sich wieder einiges. Zuerst haben wir zu Weihnachten endlich unsere Stempel in den Pass bekommen und können jetzt bis Anfang März im Land bleiben – eine Sorge weniger.
Dann sind wir seit ein paar Tagen wieder Haussitter – wir passen also auf ein Haus und 2 Hunde auf, während die Hausbesitzer für 2 Wochen in Neuseeland sind. Das ist immer wieder eine schöne Abwechslung, Strom aus der Steckdose und gutes Süßwasser aus der Leitung sind einfach ein Luxus, wenn man sonst auf einem Boot wohnt.
Damit es nicht zu gemütlich wird, gibt es natürlich auch wieder diverse Kleinigkeiten, die das Leben nicht langweilig werden lassen.
Die erste Kleinigkeit war das Auto, das zum Haus gehört, ein Suzuki Jimny, klein, einfach und rostig. Letzteres weil er während des Cyclone Winston von den Wellen aus der Garage gespült wurde und erst beim Nachbarn wieder liegengeblieben ist. Am Anfang hat er trotzdem ganz gut funktioniert. Dann hat er sporadische Aussetzer bekommen, wo er ohne ersichtlichen Grund während der Fahrt einfach abgestorben ist – was mitunter recht lästig sein kann. Vorgestern hatten wir dieses Absterben bei einem kleinen Hügel hoch gleich 5 Mal, das war schon nervig – aber beim letzten Mal quoll auch noch dicker Rauch aus dem Bereich hinter dem Armaturenbrett und es roch sehr vertraut nach Kabelbrand. Das war der Zeitpunkt, wo wir uns gedacht haben, vielleicht sollten wir doch mal einen Mechaniker besuchen.
Die zweite 'Kleinigkeit' die das Leben gerade kompliziert macht, ist eigentlich ziemlich groß, hört auf den Namen Mona und ist hauptberuflich Wirbelsturm. Das Lästige an Mona ist, daß sich die Meteorologen wieder mal nicht einigen können und es nicht eine Vorhersage gibt sondern eine ganze Handvoll, die sich alle gegenseitig widersprechen. Zwischen 20 Knoten und 100 Knoten war schon alles dabei und das hilft nicht wirklich.

2018-12-09

Dezember 2018

In einem Park mitten in der Stadt
2018-12-09 Letzte Woche waren wir für ein paar Tage in Neuseeland – nein, eigentlich waren wir nur in Auckland, für den Rest des Landes müssen wir wohl nochmals mit mehr Zeit und einem kleinen Camper hin. Das bisschen Neuseeland, das wir gesehen haben, hat uns nämlich sehr gut gefallen, es leben nette Leute dort.
Auckland hat, außer dem Geschäftszentrum, das Flair eines sehr großen Dorfs. Wenn man auf einem der Hügel ein einem Park steht und über die Stadt schaut sieht man fast nur Gebäude mit einem Stockwerk und alles ist auf viel mehr Platz verteilt als wir das in Europa gewohnt sind – und überall gibt es Parks. Auckland ist auch eine der Metropolen der Segelszene – wo man hinschaut gibt es Werften, Marinas, Mooringfelder, riesige Lagerhallen wo Motorboote in Regalen gestaut werden, auf Hochglanz polierte Superjachten, Rennboote, Fähren, …. und natürlich tausende kleine Segelboote. Wir haben einen halben Tag nur in diversen Seglerläden verbracht, unsere Einkaufsliste abgearbeitet und uns darüber amüsiert, was man da nicht alles für unnötiges Zeug verkauft. Aber es ist auch schön wieder mal richtig gut bestückte Shops zu haben und so war unsere Liste von Dingen die in Fiji nicht erhältlich waren, recht schnell erledigt.
Eine Lagerhalle nur für Motorboote
Die Rückreise war wieder lang - wenn man keinen günstigen Flug von Nadi nach SavuSavu bekommt und stattdessen die Busse und Fähren verwendet, ist man schon eine ganz gute Zeit unterwegs. Der Flug Auckland nach Nadi dauerte knapp 3 Stunden, die Busfahrt nach Suva nochmals gute 4 Stunden, dann 6 Stunden Wartezeit (mitten in der Nacht) bis der Bus zur Fähre abfährt, wieder 3 Stunden Busfahrt, 4 Stunden auf der Fähre und nochmals 4 Stunden im Bus nach SavuSavu - dann ist man geschlaucht.
Der Hauptgrund unserer Neuseelandreise war, dass unsere Visa Mitte Jänner auslaufen, wir aber erst Anfang März nach Österreich fliegen wollten. Mit dem Aus- und Einreisen, dachten wir, würden wir wieder unsere 4 Monate bekommen und alles wäre gut gewesen. Irgendwie haben wir bei unseren Planungen aber die Unfähigkeit der hiesigen Behörden nicht miteingerechnet und so haben wir nun ein Problem mit der Immigration. Unser altes Visum ist scheinbar durch unsere Ausreise doch nicht verfallen (obwohl man uns das mehrmals so gesagt hat) und somit müssen wir, wie es ausschaut doch Mitte Jänner wieder aus dem Land. Wir probieren natürlich noch mit diversen Behördenkontakten eine Lösung für unser Problem zu finden, aber da werden wir erst schauen was da so rauskommt.